ein Laib Käse entsteht...
Käsemachen ist auf der Sennalpe Mittelberg noch echte Handarbeit.
Pius Steurer mischt das Käselab um es dann in den Käsekessel zu geben. Die Milch im Käsekessel wird per Holzfeuer auf die richtige Temperatur gebracht und mit einem solargetriebenen Rührwerk ständig in Bewegung gehalten.
Wenn der Käsebruch die richtige Konsistenz hat, holt Pius die Masse mit dem Käsetuch aus dem Käsekessel und füllt sie in die Käseform.
Die überbleibende Molke erfüllt viele Zwecke. Sie hat sehr gute Reinigungs-Wirkung und wird zum Reinigen der Käse-Werkzeuge verwendet.
Außerdem lassen sich gesunde und wohlschmeckende Getränke erzeugen.
Der Hauptteil ist aber für die Schweine reserviert, die kein weiteres Mastfutter erhalten.
In der Käseform wird die frische Käsemasse gut geknetet, um überflüssige Molke auszupressen. Danach wird der Käse mit einer Isolierfolie abgedeckt, um den Käsebakterien ein angenehm warmes Milieu zu erhalten. Der nötige Druck auf den Käselaib wird mit Holzbrettern und großen Metallzwingen erzeugt.
So bleibt der Käselaib, bis er am nächsten Morgen seinem Nachfolger Platz machen muss und sein Bad in der Salzlake antritt. Der Käse auf der Alpe Mittelberg wird zur Buttergewinnung teilentrahmt und hat nur noch 38% Fett in der Trockenmasse.
Im Käsekeller reifen die Käselaibe des Sommers bei ca. 14 °C. Sie werden regelmäßig gebürstet, um eine schöne Rinde zu erzeugen. Nach mind. 3 Monaten Lagerung wird er an unsere Gäste verkauft. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich auf der Alpe und auf dem Viehscheid Immenstadt.
Viel Arbeit und große Erfahrung ist nötig, um so einen köstlichen Käse zu erhalten. Zu recht hat der Alpwirtschaftliche Verein den Bergkäse von Pius Steurer 2003 mit einem ersten Platz prämiert.
Kleine Gruppen können dem Senn ab ca. 8.00 Uhr über die Schulter schauen.
Die Alpe gehört mit zum Allgäuer Sennalpenweg.
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